Wer wir sind

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Wir NaturFreunde sind ein sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport & Kultur. In Deutschland gehören ca. 70.000,  allein in Bayern fast 20.000 Menschen zu uns. 630 Ortsgruppen engagieren sich ehrenamtlich für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft.

 

Wir verstehen uns als generationenübergreifende Gemeinschaft. Sie umfasst Kinder und Jugendliche in der NaturFreunde-Jugend, Familien und Einzelmitglieder ebenso wie Senioren. Ihnen allen stehen weltweit rund tausend, in Deutschland fast fünfhundert und in Bayern über hundert NaturFreunde-Häuser (zu gegenüber Nichtmitgliedern ermäßigten Preisen) zur Verfügung. NaturFreunde-Häuser und naturfreundliche Aktivitäten gibt es im Hoch- wie Mittelgebirge, im Flachland wie an den Küsten.

 

1895 in Wien von österreichischen Sozialisten gegründet, gehören heute etwa 500.000 Mitglieder in 47 Ländern zur internationalen NaturFreunde-Bewegung. Der Dachverband NaturFreunde Internationale (NFI) hat rund 50 Mitglieds- und Partnerorganisationen.

 

"Was uns von anderen Naturschützern und Natursportlern unterscheidet, ist unser Anspruch, politisch zu wirken, um die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Darauf können die NaturFreunde stolz sein", so Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands. "Unser Platz bleibt der einer linken Freizeitorganisation mit dem Anspruch auf eine bessere Welt."

 

Michael Müller 

Bundesvorsitzender (YouTube)

 


Naturfreunde


 

400 Naturfreundehäuser in Deutschland

In Eigenleistung und genossenschaftlicher Selbsthilfe haben die NaturFreunde Bildungs-, Freizeit- und Erholungshäuser gebaut. Mehr als 400 dieser Naturfreundehäuser liegen in Deutschland, knapp 1.000 Naturfreundehäuser gibt es weltweit. Mit günstigen Übernachtungsmöglichkeiten und vielfach in Naturschutzgebieten gelegen, sind sie gute Beispiele für gelebten sanften Tourismus in Deutschland. Naturfreundehäuser stehen allen Menschen offen, Mitglieder erhalten Ermäßigungen.

 

Die "grünen Roten"

1905 kam es zu ersten Ortsgruppengründungen in Deutschland. Seitdem waren und sind SPD-Parteivorsitzende (zum Beispiel Willy Brandt), Ministerpräsidenten, Minister unterschiedlicher Parteien, Gewerkschaftsvorsitzende und zahlreiche Bundestagsabgeordnete Mitglieder der NaturFreunde Deutschlands. Die NaturFreunde werden auch die "grünen Roten" genannt. Einen Überblick der NaturFreunde-Geschichte finden Sie hier.

 

Soziale und ökologische Gerechtigkeit

Die NaturFreunde sind ein Verband für Nachhaltigkeit und wollen den folgenden Generationen eine lebenswerte und gestaltbare Welt hinterlassen. Dabei bringen NaturFreunde Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Kultur miteinander in Einklang.

 

Für die NaturFreunde gehören die soziale Emanzipation und der Schutz der Natur untrennbar zusammen. Eine gute Zukunft für alle wird es nur geben, wenn das heutige Regime der Kurzfristigkeit beendet wird und das Allgemeinwohl Vorrang vor Individualinteressen bekommt.


Die NaturFreunde waren nie nur ein Wanderverein. Mit dem Gruß "Berg frei" verband sich immer ein gesellschaftspolitisches Programm, wurden traditionell soziale Anliegen mit dem Umwelt- und Naturschutzgedanken verknüpft. 

Galt es vor hundert Jahren, den Zugang zur Natur für die arbeitenden Menschen gegen Wegeverbote der feudalen Jagdpächter durchzusetzen, ist es heute vordringlich, die natürlichen Lebensgrundlagen auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

 

In diesem Sinne ist auch unser Abzeichen – gereichte Hände mit drei roten Alpenrosen – zu verstehen.

 Das Hände-Signet der NaturFreunde

Die NaturFreunde haben die Herausforderung des Erdgipfels von Rio angenommen. Für sie steht der Begriff Nachhaltigkeit für eine Zukunftsvision, in der wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit verbunden ist. An diesem Leitbild richten wir unsere Arbeit in den Ortsgruppen, Landesverbänden und im Bundesverband aus, indem wir ...

  • ... Umwelt- und sozialverträglichen Tourismus organisieren, naturverträglich und gemeinschaftlich Sport treiben. Von Skifahrten (Alpin, Langlauf, Skitouren) über Wandern, Bergsteigen und Klettern bis zu Wassersportarten wie Kanu und Kajak ist für jeden was dabei. Jüngere Sportarten wie Nordic Walking und Mountainbike ergänzen das Repertoire der Ortsgruppen.
  • ... unsere Naturfreundehäuser nach ökologischen Gesichtspunkten modernisieren und dort eine regionaltypische Verpflegung anbieten
  • ... uns kulturell engagieren, in Gesangs- und Theatergruppen, mit kulturellen Städtereisen und gemeinsamen Museumsbesuchen.
  • ... Kampagnen ausrufen, um den Klimaschutz zu verbessern, um Flüsse wieder sauberer zu machen, Landschaften integriert weiter zu entwickeln und "Grüne Wege in die Zukunft" zu finden
  • ... uns in aktuelle Politik einmischen und deren Ausrichtung am Grundsatz der Nachhaltigkeit einfordern
  • ... Anstöße zu einem nachhaltigen Lebensstil geben und Umweltbildung für Familien und Kinder durchführen
  • ... Solidarisch sind innerhalb der eigenen Generation, zwischen den Generationen und in der Einen Welt, in der für alle Menschen der gleichberechtigte Zugang zu den Lebensgrundlagen, zu Arbeit und Bildung gewährleistet werden soll.


Migration und Klimawandel

Gemeinsam Natur (er)leben | 40-seitiges Migrationshandbuch der NaturFreunde Internationale

Nachmachen und Kopieren ist ausdrücklich erwünscht: DasHandbuch „Gemeinsam Natur (er)leben" (PDF-Download mit 2,9 MB) der NaturFreunde Internationale (NFI) stellt nicht nur Integrationsprojekte der NaturFreundebewegung und anderer Vereine aus insgesamt fünf Ländern vor, sondern möchte generell zivilgesellschaftliche Organisationen dazu ermutigen, Migranten aktiv anzusprechen und zur Mitarbeit einzuladen. 

In der Broschüre geht es um Grundsätze und Beispiele für interkulturelles Arbeiten im Umweltbereich. Sowohl die Nord-Süd-Partnerschaften der NFI als auch solidarisches Handeln in Europa werden vorgestellt.

„Dieses Handbuch soll NaturFreundinnen und NaturFreunde motivieren, über Zusammenhänge von Klimawandel und Migration zu diskutieren und sich aktiv für Integration zu engagieren. Deshalb haben wir Aktivitäten und Projekte ausgesucht, von denen man sich etwas abschauen kann“, erklärte Dr. Christian Baumgartner, Generalsekretär der NFI. „Wir stellen vor, wie NaturFreunde bereits in ihren Ortsgruppen Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen und gemeinsam Projekte verwirklichen“, so Dr. Margit Leuthold vom ExpertInnenbeirat.